Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass nur gesunde Tiere erworben werden. Ein gesundes Tier erkennt man daran, dass der Königspython eine gewisse "Grundspannung" aufweist. Er darf nicht schlaff nach unten hängen, wenn in die Hand genommen wird.. Ein gesunder Königspython rollt sich wahrscheinlich, zu einer Kugel zusammen, sobald man ihn aus seinem Versteck aus dessen Terrarium holt, oder folgt seinem natürlchen Instinkt und versucht zu flüchten, indem er aufgeregt herumkriecht.
Ein häufiges Züngeln deutet ebenfalls auf ein gesundes Tier hin. Die Augen müssen sauber und der Körper sollte vollkommen frei von Häutungsresten sein. Ist dies nicht der Fall, deutet dies auf Häutungsschwierigkeiten und somit eine schlechtere Haltung hin.
Es sollte ebenfalls auf eine auffällige Atmung geachtet werden. Bei der Haut, auf Verletzungen und Parasiten achten. Milben setzen sich sehr gerne an der Unterseite es Kopfes fest.
Das Terrarium sollte der Größe der Königspython entsprechen. Es macht keinen Sinn, eine kleine Schlange in ein zu großes Becken zu setzen. Es ist durchaus möglich, dass das Tier so stark unter Stress steht, das es wenig isst oder sogar die Futteraufnahme komplett verweigert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich kleine Köpys besser in kleineren Terrarien entwickeln.
Die Maße laut Bundesministerium für Landwirtschaft und Forsten empfiehlt, die Mindestgröße des Terrariums von 1,0×0, 5×0, 75. Also für eine bis zwei adulte Königspython von 1.20m Länge empfielt sich ein Terrarium von 120 x 60 x 90 cm (LxBxH).
Der Standort des Terrarium sollte sicher und standfest sein, direkte Sonneneinstrahlung und höhere Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.
Für die Haltung von Python Regius eignen sich verschiedene Bodensubstrate. Hier scheiden sich die Geister. Man sollte einfach verschiedene Arten testen und seine eigenen Erfahrungen machen.
Zeitungspapier:
Gut geeignet, optisch nicht ansprechend
Rindenmulch:
iOptisch ansprechend, speichert die Feuchtigkeit gut, ist aber nicht sehr hygienisch. Rindenmulch vorher im Ofen bei ca. 100° desinfizieren. Kann aber schimmeln.
Torferde:
Optisch ansprechend, speichert gut die Feuchtigkeit ist aber nicht sehr hygienisch. Torferde bleibt sehr lange Feucht.
Buchenspäne:
Optisch OK, relativ hygienisch, neigen abe bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell zum Schimmeln.
Von Substraten wie Sand ist absolut abzuraten, da sich die feinen Körner unter den Schuppen legen und unter Umständen zu Entzündungen führen kann.
Die Beleuchtung spielt bei dieser nachtaktiven Schlange eher eine untergeordnete Rolle. Es genügt wenn das Terrarium vom umgebenen Raum oder von einer Energiesparlampe beleutet wird.
Bei der Beheizung, ist es absolut wichtig, dass sich die Tiere nicht verbrennen können. Königspython haben leider das Problem, dass sie einfach nicht merken, wenn es zu heiß wird. Es ist daher sinnvoll die Heizelemente mit einem Temperaturregler zu steuern. Als Bodenheizung eignen sich Heizmatten oder Heizkabel.
Die optimale Haltungstemperatur am Tage liegt zwischen 26°C und 32°C. In der Nacht kann die Temperartur um 4-5° C gesenkt werden. Die Schlange sollte die Möglichkeit haben, sich selbst auszusuchen ob sie an einem warmen oder kälteren Platz liegen möchte. Hierzu sollten unterschiedliche Klimazonen im Terrarium eingerichtet werden.
Die Luftfeuchtigkeit darf man nicht unterschätzen. Königspythons können die Futter Aufnahme verweigern wenn die Luftfeuchte zu gering ist. Allerdings darf sie auch nicht zu feucht sein. Denn dies kann schnell zu Atemwegs Erkrankungen führen und begünstigt auch Schimmelbildung!
Die Luftfeuchtigkeit sollte ca. 60-70% betragen. Diese erreicht man durch besprühen des Terrariums. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass dabei der Bodengrund in Verbindung mit dem OSB Terrarium schnell zu schimmeln anfängt. Deshalb haben wir uns dann dazu entschieden, dass Terrarium nicht mehr zu bespühen und stattdessen ein paar Kunststoffdosen mit feuchten Sphagnum Moos zu füllen. Unsere Schlangen halten sich hauptsächlich in diesen Dosen auf.
Eine große Wasserschale sollte esbenfalls ins Terrarium gestellt werden, damit sich der Python bei Bedarf darin baden kann. Selbstverständlich dient dieses Wasser auch zum trinken. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden, da stehendes Wasser ein Pool für Bakterien ist.
Auf keinen Fall dürfen genügend Versteckmöcklichkeiten fehlen. Sie sollten auch nicht allzu groß sein, da der Königspython sich erst so richtig wohl fühlt, wenn er sich in sein Versteck hineinzwängen kann.
Nun möchten wir noch zu einem heiklen Thema kommen. Die Rackhaltung. Sicherlich ist dieses Thema vielen Leuten ein Dorn im Auge.
Wir halten unsere Königspython in ganz normalen artgerechten Terrarien. Da wir einen etwas größeren Tierbestand haben, hatten wir auch das eine oder andere Problemkind dabei. Die Tiere fraßen schlecht oder haben sich nicht richtig akklimatisiert oder waren krank.
Die folge daraus waren große Sorgen und viele Besuche beim Tierarzt. Diese Tiere haben wir dann in ein Rack gesetzt und sie wieder aufgepäppelt. Hierfür halten wir eine übergangsweise Haltung in einem Rack für sinnvoll. Ansonsten nehmen wir jedoch Abstand von dieser Haltung.
Wenn man sich schon so schöne Tier anschafft, möchte man Sie doch auch betrachten können ohne vorher (wie von einer Kaffeedose) den Deckel abmachen zu müssen.
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