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Paarungsauslöser bei Python regius ist in der Regel die kühlere Phase am Ende des Jahres. Es ist ratsam die Tiere bis zu diesem Zeitpunkt nach Geschlechtern getrennt zu halten. Dies erhöht nach Erfahrungen den Reiz des Paarens. Die Verpaarung in der Natur nach den Regenmonaten im Herbst statt. In der Terrarienhaltung bedeutetd dies September bis ins Frühjahr (März) des darauf folgenden Jahres.
Manche Züchter berichten über positive Erfahrungen, indem sie die Luftfeuchtigkeit in dieser Zeit erhöht und die Temperatur etwas abgesenkt haben. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister und es ist jedem selbst überlassen, wie er hiermit umgeht. Einfach eigene Erfahrungen machen.
Nachdem man nun den männlichen Python zum Weiblichen ins Terrarium gesetzt hat, fängt dieses in der Regel an die Partnerin zu stimulieren, indem es auf den Rücken des Weibes kriecht und sie mit seinem Afterspornen kratzt. In dieser Situation kann man recht häufig beobachten, dass sich die Männchen rückwärts bewegen und versuchen, das Schwanzende des Weibchens zu umklammern.
Anfangs wird das Weibchen wegkriechen, bis es Paarungsbereit ist und an einer Stelle liegen bleibt.. Jetzt umklammern die Königspythons sich mit ihrem Schwanzende und pressen ihre Kloaken aneinander. Nun wird einer der beiden Hemipenes des Männchens in die Hemiclitoris des Weibchens eingeführt. Dieser Vorgang ist die eigentliche Kopulation und kann über Stunden andauern und sich über Tage oder sogar Wochen hinziehen.
Nach einigen Tagen verliert das Männchen das Interesse an dem Weibchen. Dann sollte man den männlichen Python wieder aus dem Terrarium nehmen und ihn ein paar Tage später wieder hineinsetzen. Diesen Vorgang wiederholt man so oft, bis das Männchen absolut kein Interesse mehr zeigt.
Hat man während der Paarungszeit mehr als ein Männchen beim Weibchen (was zu empfehlen ist), lassen sich unter anderem auch die sogenannten Komentkämpfe beobachten. Dabei richten die Tiere ihr erstes Körperdrittel auf und versuchen den Konkurrenten dabei zu Boden zu drücken. In der Regel verletzen sich die Tiere dabei nicht, aber es ist darauf zu achten, dass wenn ein Tier regelrecht dominant über das andere ist, das unterlegenere Männchen spätestens nach ein oder zwei Tagen aus dem Terrarium genommen werden sollte. Da dies von dem stärkeren Tier normalerweise nicht mehr in Ruhe gelassen wird und so unter sehr hohem und permanentem Stress Schaden nehmen könnte.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zucht ist, dass die Weibchen über genügend Fettreserven verfügen. Mit einem Gewicht ab 1400g kann man ein Weibchen zulassen. Je höher das Gewicht ist, desto besser verträgt das Weibchen die Trächtigkeit, denn man sollte davon ausgehen, dass jedes Ei der Schlange ca. 100-120g an Gewicht kosten.
Ist das Weibchen trächtig, nimmt der Körperumfang von Beginn an deutlich zu und man kann eine typische "Seitelage" des hinteren Körperdrittels beobachten. Nun wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch kein Futter mehr angenommen. In dieser Zeit ist wegen des erhöhten Wärmebedürfnisses auf ausreichend hohe Temperaturen zu achten. Insbesondere auf das Vorhandensein eines guten Versteckes. Ist die Temperatur in dieser Zeit zu niedrig, kann dies zur Folge haben, dass sich der Ablagetermin verzögert und dadurch zu Beschädigung der Eier oder sogar zu Missbildungen der Jungtiere führt. Ist die Temperatur zu hoch und hat das Weibchen keine Möglichkeit dem auszuweichen, treten die selben Symptome auf. Die Trächtigkeit dauert rund 100 Tage und das Weibchen wird 2 - 4 Wochen vor Eiablage einen geeigneten Platz dafür suchen. Jetzt ist es an der Zeit, eine Box mit feuchtem Moos in das Terrarium zu stellen, um die Eiablage (zwischen 3 und 12 Eiern bei älteren Tieren) zu ermöglichen.
Beim Herausnehmen und überführen des Geleges in einen Inkubator ist Vorsicht geboten, da in dieser Zeit das Weibchen durchaus aggressiv reagieren kann. Die Eier bleiben bei einer konstanten Temperatur von 31° C und einer optimalen Feuchtigkeit des Vermiculits im Inkubator. Laut Kölpin ist eine elative Luftfeuchtigkeit von 90 - 95 % ausreichend. Die Eier messen ca. 7 x 4,5 cm. Während der gesamten Ausbrütungsphase behalten die Eier ihre Größe und Farbe (weiß).
Bräunlichere oder deutlich kleinere Eier können darauf hindeuten, dass diese unbefruchtet und somit zu entfernen sind, da sie schon bald zu schimmeln beginnen. Bei einer zu niedrigen Feuchte des Vermiculites entstehen deutliche Dellen an den Eiern. Dies muss sofort reguliert werden, indem man das Substrat wieder befeuchtet.
Auf gar keinen Fall aber, dürfen die Eier im Wasser stehen. Im Optimalfall sollten die Eier prall aussehen, aber bei leichtem Druck etwas nachgeben. Der Schlupf erfolgt nach knapp 60 Tagen, wobei die Jungtiere die Schale des Eies mit ihrem Eizahn aufritzen und vorerst mal nur den Kopf herausstrecken. Bei manchen Tieren dauert es nun noch bis zu 2 Tage, bis sie für immer das schützende Ei verlassen.
Die Schlüpflinge messen ca. 40 cm und gehen im Normalfall recht gut an ihr erstes Futter (Babymäuse). Die Fütterung erfolgt alle 5 - 7 Tage. Nach etwa 14 Tagen bis hin zu 4 Wochen werden sie sich das erste Mal häuten.
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