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Bartagamen sind von Natur aus Einzelgänger. Es zwar mehere Tiere in einem Terrarium gehalten werden allerdings müssen Sie dabei einiges beachten.
Sie sollten nicht mehr als ein Männchen in der Gruppe halten, da es dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Revierkämpfen zwischen den Männchen kommen wird. Diese gehen selten ohne schweren Verletzungen aus. Unterdrückte Männchen werden sich nicht mehr richtig entfalten, weniger Futter abbekommen und bleiben meist Kleinwüchsig.
Ein Männchen und ein oder mehrere Weibchen sind dagegen relativ problemlos zusammenzusetzten. Dennoch sollten Sie die Tiere Anfangs beobachten, da es auch hier zu Problemen kommen kann. Wir persönlich halten 3 Weibchen und ein Männchen in einem Terrarium zusammen.
Größe des Terrariums:
Bartagamen laufen und klettern sehr gerne. Die Mindestgröße für ein Terrarium sollte 125 x 100 x 75 cm (LxBxH) betragen.
Als Faustformel für 1-2 Tiere gilt (KRL = Kopf-Rumpf-Länge):
:: Länge: 5 x KRL
:: Tiefe: 4 x KRL
:: Höhe: 3 x KRL
Bodengrund:
Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Folgende Bodengründe können aber bedenkenlost verwendet werden.
:: Sand-Lehm-Gemisch (wird aber in Verbindung mit Wasser hart)
:: Wüstensand
:: Spielsand
:: Natur-Sand (Zoohandlung)
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Terrariensand
Einrichtung:
Bartagamen klettern sehr gerne, brauchen einen Platz an dem sie Sonne tanken können. Dementsprechend sollte auch das Terrarium bzw. die Rückwand gestaltet werden. Höhlen in denen sich die Tiere verstecken können sollten ebenso vorhanden sein.
Steine und Wurzeln machen sich nucht nur rein optisch gut, sondern bieten auch eine Möglichkeit zum klettern. Mögliche Pflanzen, die Sie in das Terrarium stellen können sind: Gräßer, Tillandsien und Agaven. Sie müssen unbedingt darauf achten, das die Pflanzen nicht giftig sind. Am besten Sie erkundigen sich vorher darüber.
Beleuchtung und Temperatur:
Bartagamen sind Wüsten und Steppentiere und benötigen damit Wäre und Sonne. Allerdings sollte man ihnen auch die Möglichkeit geben sich abzukühlen. Im Terrarium sollten sich Bereiche zwischen 25° bis 35° befinden und an den Sonnenplätzen kann es 40° bis 50° warm sein. Wir verwenden Spotstrahler mit einem UV-Anteil.
Im Sommer (an sehr warmen Tagen) lassen wir unsere Bartagamen auch in den Garten. Unserer Ansicht nach geht nichts über echte Sonne. Und es gefällt Ihnen immer sehr gut.
Nahrung:
Bartagamen gehören zu den Allesfressern. Die Fressgewohnheiten können sich allerdings im Alter verändern. Jungtiere sollten vermehrt tierisches Futter bekommen und adulte Tiere zu etwa 80% pflanzliches Futter. Grünfutter hingegen kann immer im Terrarium stehen. Auf Abwechslung, Nährstoffe und Vitamine sollte unbedingt achten. Lebendfutter kann mit einem Vitaminpräparat bestreut werden. Für den Knochenbau ist Calzium notwendig, welches Sie z.B. über geriebene Sepiaschalen verabreichen können.
Leckerchen wie Wachsmaden oder Babymäusen sollten nur sehr sparsam gefüttert werden. Diese Tiere haben einen enorm hohen Fettanteil, der auf Dauer ungesund ist. Ansonsten sind fast alle Gemüse- und Obstsorten zu empfehlen. Einfach austesten. Unsere Bartagamen stehen voll auf Bananenbrei. Diesen vermischen wir noch mit ein paar Mineralien und Sephiaschale. Davon können sie fast nicht genug bekommen.
Bartagamen halten zwar keinen Winterschlaf, aber Winterruhe. Im Terrarium können Sie die Winterzeit simulieren, indem das Licht und damit die Temperatur über die Beleuchtungsdauer steuern. In diesem Zustand werden die Tiere träge, fressen kaum oder gar nicht mehr und verstecken sich eistens. Es gibt aber auch Tiere, die diese Winterruhe nicht einhalten. Hier muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Also werden Sie nicht gleich nervös, wenn sich Ihr Tier zu dieser Jahreszeit etwas komisch und eher "lustlos" verhält.
Im folgenden erläutern wir noch einige Verhaltensweisen der Bartagamen.
Bart färben:
Bartagamenböcke färben ihren Bart schwarz um den Weibchen zu imponieren oder ihre Stärke zu demonstrieren. Meist ist dieses Verhalten in der Paarungszeit zu beobachten.
Winken:
Diese Ruderbewegungen mit den Vorderläufen signalisiert einer anderen Agame die eigene Unterlegenheit und sie versucht somit einen Revierkampf zu vermeiden.
Revierkampf:
Wenn zwei Böcke aufeinander treffen und sich Anfangs keiner der beiden dem anderen unterwerfen will kommt es meinstens zu einem Revierkampf. Um besonders bedrohlich auf das Gegenüber zu wirken, wird der Bart tiefschwarz gefärbt, das Tier bläht sich auf um noch größer zu wirken. Beim Kampf laufen die Agamen im Kreis und versuchen sich gegenseitig zu beißen. Dieser Kampf geht solange, bis einer aufgibt und flüchtet.
Körpertemperatur:
Bartagamen gehören zu den Reptilien und sind somit wechselwarme Tiere. Sie benötigen daher viel Wärme. Hierfür färben sie sich dunkel, machen sich flach um mehr Wärme von der Sonne aufnehmen zu können. Um eine überhitzung zu vermeiden verbuddeln sich die Tiere im Sand oder lassen ihr Maul offen um mit der verdunstenden Flüssigkeit die Temperatur zu regulieren.
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