|
Häutungsprobleme:
Häutungsprobleme treten meist bei Jungtieren auf, bei denen sich manche Stellen nicht rückstandsfrei von der Haut lösen.. Diese Stellen sind meistens der Schwanz oder die Zehen. Sollte dies der Fall sein, kann man nachhelfen, indem man das Tier dabei unterstützt. Durch eine Pinzette können die Hautreste vorsichtig entfernt werden. Ein kleines Bad in lauwarmen Wasser können sie dem
ebenfalls gönnen.
Parasiten:
Beim Parasitenbefall unterscheidet man zwischen dem äußeren und dem inneren Befall.
Der äußere Parasitenbefall kann an einer schlechten Pflege und Säuberung des Terrariums liegen, wenn z.B. tote Futtertiere oder Futterreste lange im Terrarium verbleiben. Besteht aber dennoch einman ein Befall mit Parasiten, sollte das Tier in ein Quarantäne-Terrarium umgesetzt werden.
Innenparasiten können beispielsweise über Futtertiere aufgenommen werden. Bei derartigen Parasiten kann es sich um Flagellaten, Kokzidien, Cliliaten, Amöben oder Oxyuren handeln. Leider gibt es keine offensichtlichen Symptome. Die Bartagamen können allerdings träge und inaktiv sein. Eine Abmagerung trotz regelmäßiger Fütterung kann ebenfalls ein Anzeichen für Innenparasiten sein. Um in einem solchen Fall sicher gehen zu können, sollte eine frische Kotprobe beim Tierarzt zur Untersuchung gegeben werden.
Kokzidien:
Kokzidien sind mikroskopisch kleine Parasiten. Diese befallen den Dünndarm, vermehren sich aber in den Schleimhäuten des Tieres. Da Kokzidien über einen eigenen Entwicklungszyklus verfügen, benötigen sie keinen Wirt um sich zu vermehren. Dadurch besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr anderer Bartagame durch den Kontakt mit Kot. Die Folgen sind Durchfall, Abmagerung bishin zum Tode eines vorher gesunden Tieres. Um Kokzidien zu vermeiden, muss sehr streng auf die Hygiene geachtet werden. Eine regelmäßige Kotuntersuchung ist daher ratsam.
Flagellaten (Geißeltierchen):
Hierbei handelt es sich um Darmbakterien. Diese können z.B. an einem weichen und schleimigen Kot erkannt werden. Erbrechen kann ebenfalls als Krankheitsanzeigen gedeutet werden. Letztendlich gibt aber nur eine Untersuchung durch den Tierarzt Aufschluss.
Rachitis:
Bei Rachitis handelt es sich um ein Knochenerweichung die auf einen Mangel an Vitamin D zurückzuführen ist. Symptome können ein gebäugter Rücken oder Nachschleifen des Schwanzes sein. Durch das Erweichen der Knochen, kann es leicht zu Knochenbrüchen kommen. Um Rachitis vorzubeugen, ist die Versorgung des Tieres mit Calzium und UVB Strahlen sehr wichtig.
über eine direkte Gabe von Vitaminpräparaten oder eine Bestäubung der Futtertiere kann diesem Mangel vorgebeugt werden.
Nekrose:
Bei Nekrose handelt es sich um abgestorbenes Gewebe, das durch die Unterbrechung der Blutversorgung enstehen kann. Gefährdete Stellen sind die Zehenspitzen und der Schwanz. Nekrose kann durch eine Verletzung (Bisswunden) oder durch Häutungsschwierigkeiten entstehen. Betroffene Stellen verfärben sich schwarz und vertrocknen. Der Nekrose können Sie vorbeugen, indem der Häutungsvorgang überwacht wird.
Betroffene Stellen müssen evntuell sogar amputiert werden um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.
'
Atemwegserkrankungen:
Zu den Atemwegserkrankungen, zu denen z.B. die Lungenentzündung zählt, kann es durch Zugluft, Staub oder durch Parasiten kommen. Eine Atemwegserkrankungen kann durch ein geöffnetes Maul oder auch durch Niesen erkannt werden. Das Terrarium sollte keiner Zugluft ausgesetzt sein und der Sand sollte nicht zu fein sein.
Verstopfung:
Eine Verstopfung ist an einem aufgeblähtem runden Bauch zu erkennen. Bei Bartagamen ist dies eine relativ häufig vorkommende Erkrankung. Ursache hierfür kann eine erhöhte Aufnahme des Sandes im Terrarium sein. Sollte das Tier an einer Verstopfung leiden, kann man das Tier in warmem Wasser baden. Diesen Vorgang 2-3 Tage lang wiederholen. Sollte dennoch keine Besserung eintreten muss unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, da das Tier ohne Behandlung verenden kann.
Legenot:
Falls keine geeignete Stelle für eine Eiablage gefunden wird, kann es bei einem trächtigen Weibchen zur Legenot kommen. Stress in der Schwangerschaft ist ebenfalls ein Faktor, der zu dieser Erkrankung führen kann. Auch hier muss unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.
Maulfäulnis:
Tritt oft in Verbindung mit Lungenentzündung oder Darmproblemen auf. Erkennen kann man die Maulfäule an Schwellungen im Maul oder an geröteten Mundschleimhäuten.
|