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Nach der Winterruhe der Bartagamen beginnt die Paarzeit. Das Männchen stellt seinen tief schwarz gefärbten Bart auf nickt kräftig und versucht so, das Weibchen zu beeindrucken. Dabei umrundet er das Weibchen immer wieder und stellt seinen Körper schief, um grösser und kräftiger zu wirken. Ist das Weibchen (noch) nicht bereit, beginnt es mit dem Vorderbein zu Winken und versucht zu flüchten. Ist es hingegen paarungsbereit, zeigt sie ihm ihre Paarungsbereitschaft durch langsames, leicht federndes Nicken und “Liegestützen”.
Das Männchen beisst das Weibchen in den Nacken, um es festzuhalten schiebt anschließend seine Schwanzwurzel unter die des Weibchens, um seine Kloakenöffnung an ihre zu pressen. Die Paarung dauert meinst nur ein paar Minuten.
Eiablage:
Ist das Weibchen trächtig, beginnt es im Terrarium einen geeigneten Platz für die Eiablage zu suchen. Dazu fängt es an einen Ablageplatz in den Sand zu graben. Hierfür wird ein warmer, leicht feuchter Platz vom Weibchen gesucht. Diesen Platz sollten Sie dem Tier anbieten, indem Sie wenn nötig etwas mehr Bodengrund an eine warme Stelle füllen und diese feucht halten. Sie legt die Eier in die zuvor gegrabene Grube und scharrt diese nach der Ablage wieder mit Bodengrund zu.
Das Gelege kann eine größe von bis zu 45 Eiern haben. über ein Jahr können Weibchen mehrere Gelege haben. Es kommt allerdings öfter vor, dass die Eier nich befruchtet sind.
Nach einem erfolgreichen Gelege braucht das Muttertier nun viel Ruhe. Der Ablagevorgang ist für das Tier sehr anstrengend. Bieten Sie dem Tier genug zu trinken und Nährstoffreiche Nahrung an, damit es schnell wieder zu kräften kommt.
Inkubation:
Nachdem die Eier vergraben wurden können Sie kurz danach das Gelege vorsichtig ausgraben und in den Inkubator überführen. Vermeiden Sie beim herausnehmen der Eier starken Druck auf die Schale. Fest verklebte Eier dürfen auf keinen Fall mit Gewalt getrennt werden, da sonst das Ei und die Eihäute verletzen werden könnten. Dies würde zu einem Absterben des Embryos führen.
Eine Drehung der Eier ist ebenfalls nach ca. 24 Stunden nach der Eiablage zu vermeiden. Um auch später im Inkubator erkennen zu können, was "oben" ist, kann mit einen ungiftigen Stift ein kleiner Punkt auf das Ei gemalt werden.
Ca. 24 Stunden nach der Eiablage wandert die Keimscheibe an den höchsten Punkt im Ei. Wenn nach diesem Zeitpunkt das Ei gedreht wird, kann der Embryo ertrinken.
Legen Sie die Eier vorsichtig in eine Heimchendos die zu ca. 1/3 mit feuchten Vermiculit gefüllt ist. Packen Sie nicht zu viele Eier in eine Dose, da die Eier noch wachsen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem eventuellen Befall von Schimmel nur eine Dose und nicht das gesamte Gelege befallen wird.
Die Temperatur im Inkubator sollte bei 27-30° C und die Luftfeuchtigkeit bei ca. 90-95 Prozent liegen. Bei einer Bruttemperatur von ca. 28.5°C soll das Gleichgewicht von schlüpfenden Männchen und Weibchen liegen. Bei einer niedrigen Temperatur ist die Rate an Weibchen und bei einer höheren Temperatur die Rate an Männchen größer. Diese Angaben basieren lediglich auf Erfahrungen von Züchtern und sind wissenschaftlich nicht bewiesen.
Bei der Umlagerung in den Inkubators müssen strikte Hygienemaßnahmen eingehalten werden, damit es nicht schon im Frühstadium zu Infektionen und parasitärem Befall kommen kann. Die Eier können bis zum Schlupftag ca. das doppelte an Größe zulegen. Während der Zeitigung sollten die Eier regelmäßig geprüft werden um eventuelle Schäden wie Pilzbefall festzustellen. Befallene Eier sollten mit einem Pinsel gereinigt und in in eine seperate Heimchensosen gelegt werden.
Nach ca. 1-2 Wochen lassen sich die unbefruchteten Eier erkennen. Diese sind eingefallen und wirken nicht mehr prall und rund.
Werden diese Eier nicht faul, so kann man sie auch im Inkubator belassen, denn es kann dennoch sein, dass ein evtl. unbefruchtet aussehendes Ei trotzdem befruchtet ist.
Sollten mehrere Eier etwas einfallen, sollten sie unbedingt die Feutigkeit des Vermiculits und die Luftfeuchtigkeit im Inkubator überprüfen. Falls notwendig befeuchten Sie dieses ohne aber die Eier direkt zu befeuchten.
Schlupf:
Nach ca. 60-90 Tagen beginnen die ersten Jungtiere zu schlüpfen. Kurz vor dem Schlupf werden sich die Eier leicht verfärben und es beginnen sich Tröpfchen an der Schale zu bilden (Schwitzen). Die Jungtiere versuchen sich nun mit ihrem Eizahn aus dem Ei und der Eihülle zu befreien. Dieser Vorgang kann sich bis zu einem Tag hinziehen.
Bis alle Jungtiere aus einem Gelege geschlüpt sind, können bis zu 2 Wochen vergehen. Haben Sie also etwas Geduld.
Sind alle Babys geschlüpft, brauchen die Tiere erst einmal Ruhe. Dazu sollten sie in ein bereits vorbereitetes Terraium umgesiedelt werden. Die Jungtiere dürfen nicht in das Terrarium von adulten Tieren gesetzt werden, da diese Babys als Futtertiere betrachten und fressen würden.
Die Einrichtung des Terrariums der Jungtiere sollte eher einfach und praktisch sein. Möglichkeiten zum Verstecken und zum Sonnen sollten trotzdem angeboten werden. Vorsicht ist bei einer zu tiefen Wasserschale geboten, damit die Tiere zum einen das Wasser leicht erreichen können, aber trotzdem nicht Gefahr laufen zu ertrinken.
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