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Leopardgeckos sind normalerweise sehr robuste Tiere. Trotzdem kann es auch bei diesen Tieren zu Krankheiten kommen. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass unsere Informationen keinen Besuch beim Tierarzt ersetzten können. Sie sollen lediglich als Anhaltpunkt für die erkennung einer möglichen Krankheit dienen. Eine entsprechnde Liste von Tierärtzen die sich auf Reptilien spezialisiert haben, erhalten Sie hier.
Die häufigsten Krankheit bei Reptilien sind Parasiten oder Viren. Diese schleppt man sich meistens mit neu gekauften Tieren ein. Diese sollten deshalb vor der Zusammenführung mit dem Bestand einige Zeit (2-3 Monate) in Quarantäne gehalten werden. Diese muss unbedingt in Einzelhaltung durchgeführt werden.
Im nachfolgenden werden die häufigsten Krankheiten kurz erläutert.
Darmverschluss:
Durch Aufnahme von zuviel Bodensubstrat (meistens Sand) verklumpt dieser im Darm des Tieres und verhärtet sich. Bemerkbar macht es sich wenn das Tier nicht mehr kotet, das Fressen einstellt und abmagert.
Der Grund für die vermehrte Aufnahme des Sandes liegt meistens am Calziummangel des Tieres. Man kann dem ganzen vorbeugen, indem durch ausreichende Versorgung mit Calziumpräparaten die Futtertiere eingestäubt werden.
Mangelerscheinung:
Wenn Leopardgeckos nicht mit ausreichend Vitaminen und Calzium versorgt werden bekommen sie im schlimmsten Fall weiche Knochen die sich verformen.
Man sollte die Futtertiere 1x pro Woche mit Vitamin- und Calziumpulver einstäubt und zusätzlich immer zerkleinerte Sepiaschale anbieten.
Kokzidien:
Bei Kokzidien handelt es sich um Innenparasiten die folgene Symptome aufweisen: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und damit verbundene Abmagerung. Wenn eine Kotprobe positiv auf Kokzidien getestet wurde sind mit Sicherheit alle Geckos im Terrarium davon befallen und sollten deshalb dagegen behandelt werden.
Oxyuren:
Leopardgeckos sind oft von Oxyuren befallen. Hier handelt es sich um Würmer die man durch Futtertiere oder Neuzugängen einschleppt. Diese Würmer befinden sich im Darm des Tieres. Oxyuren sind vor der Winterruhe zu beachten. Es sollte unbedingt eine Kotuntersuchung auf Oxyuren durchgeführt werden, denn während der Winterruhe frisst der Gecko nichts, kotet somit auch nicht und die Würmer würden im Tier bleiben. Eine ausbleibende Behandlung könnte zum Tod des Tieres führen.
Sobalb bei einem Tier diese Würmer diagnistiziert wurden, ist davon auszugehen, dass der gesamte Bestand befallen ist. Während dieser Zeit ist extrem auf die Hygiene im Terrarium zu achten. Eine Haltung auf Küchenpapier oder Zeitungspapier ist hier sinnvoll. Diese können schnell ausgetauscht werden. Denken Sie auch an die regelmäßige Desinfektion des Terrariums während dieser Zeit.
Kryptosporidien:
Diese Einzeller sind bei Leopardgeckos unheilbar. Die betroffenen Tiere haben keine Chance dies langfristig zu überleben. Zu den Symptomen die auf eine entsprechende Erkrankung hinweisen sind Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Zusätzlich ist diese Krankheit sehr ansteckend. Dies bedeutet, dass ein kurzer Kontakt zwischen einem gesunden und einem infizierten Tier ausreichend ist um die Krankheit zu übertragen.
Verfettung:
Bei Verfettung handelt es sich natürlich um einen Haltungsfehler. Es ist zwar darauf zu achten dass Leopardgeckos einen dicken Schwanz haben, aber am Körper sollten sie nicht zuviel Fett ansetzen.
Bissverletzung:
Es kommt immer wieder vor, dass sich Leopardgeckos gegenseitig verletzen. Diese Verletzungen sind aber in den meisten Fällen nur oberflächlich. Diese müssen nicht unbedingt behandelt werden. Sie sollten sie aber im Auge behalten für den Fall, dass sich doch einmal eine Wunde entzünden sollte.
Tiefere Wunden (Fleischwunden) müssen vom Tierarzt behandelt werden, um Entzündungen (evtl. Blutvergiftung) zu vermeiden. Derartige Wunden heilen im Regelfall nach ein paar Wochen komplett aus. Es kann sein, dass eine kleine Narbe zurückbleibt.
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